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Nico, du hast letztes Jahr noch die Comeback-Stage gecoacht. Jetzt hast du deinen eigenen roten Stuhl. Wie sehr hast du dich gefreut, als die Anfrage kam?

Nico Santos: Ich habe mich riesig gefreut! Es kam absolut überraschend für mich. Aber ich habe überhaupt nicht lange zögern müssen, um zuzusagen.

Wie bewertest du deine Coach-Konkurrenz?

Tatsächlich war ich anfangs etwas eingeschüchtert und habe mich gefragt, wie ich, als Newcomer im Business und bei "The Voice of Germany" und als Jüngster in dieser Runde gegen diese Coach-Konkurrenz punkten kann. Die anderen haben ja im Gegensatz zu mir schon ein paar Staffeln hinter sich. Aber ich weiß, ich hab' am meisten Feuer unterm Hintern und werde dadurch die Talente für mich gewinnen können.

Was muss ein Talent mitbringen, damit du buzzerst?

Ein Talent muss vor allem Wiedererkennungswert in der Stimme haben. Das Allerwichtigste ist, dass man erkennt: Dieses Talent hat eine Persönlichkeit. Ich muss mich sofort mit dem identifizieren können, was das Talent macht und wissen wollen, wer hinter dieser Stimme steckt, was das für ein Mensch ist und was diese Person für Musik macht. Wie viele Noten man richtig singt, ist zweitrangig. Hauptsache ist, dass ich berührt bin und fühle, was der andere singt.

Mit welchen Argumenten überzeugst du Talente, in dein Team zu kommen?

Bevor ich als Künstler meine ersten Erfolge feiern durfte, habe ich als Songwriter gearbeitet und durfte mit unglaublichen Künstlern hier in Deutschland Songs schreiben. Das, was ich dabei gelernt habe, und die Tipps, die ich damals bekommen habe, kann ich jetzt umsetzen. Und weil es noch nicht allzu lange her ist, dass ich selbst diese Tipps bekommen habe, habe ich all das noch im Kopf.

Was möchtest du deinen Talenten mit auf den Weg geben?

Ich bin ein Typ, der sehr gerne die Ratschläge weitergibt, die auch ich bekommen habe. Das Wichtigste aber für mich ist, dass die Talente wissen, dass sie auch nach dieser Show in mir einen Ansprechpartner haben. Dass ich immer für sie da bin.

Auf was, das du in der vergangenen Staffel als Coach der Comeback-Stage by SEAT erreicht hast, bist du besonders stolz?

In der Comeback-Stage habe ich etwas erreicht, was ich so nicht gedacht hätte: Ich habe ein Talent von den Blinds bis ins Halbfinale coachen können. Das war für mich eines meiner Highlights, weil ich gemerkt habe, was für ein Riesen-Unterschied zwischen dem Auftritt bei den Blinds und beim Auftritt im Halbfinale bestand. Auch Lucas hatte seine besten Momente in den Live-Shows, daran sieht man auch, wie sehr man hier wächst.

"The Voice of Germany" feiert dieses Jahr Jubiläum. Welcher "The Voice of Germany"-Moment ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Einer meiner Lieblingsmomente war, als Sido mir letztes Jahr im Halbfinale angeboten hat, auf seinem Stuhl Platz zu nehmen. Ich durfte zum ersten Mal auf diesem roten Stuhl sitzen und meinen beiden Talents zuschauen. Aber auch das Finale der ersten Staffel mit Ivy Quainoo ist mir noch gut in Erinnerung. Wir hatten damals eine Austauschwoche mit einer schwedischen Schule, die Schweden waren zu dieser Zeit gerade bei uns auf Mallorca. Das allererste "The Voice of Germany"-Finale habe ich gemeinsam mit Mallorquinern und Schweden bei einer Hausparty angeschaut.

Mit welchem Song würdest du in einer Blind Audition antreten?

Das ist wirklich eine schwierige Entscheidung: Man muss Stimme zeigen, berühren können und sollte seine eigene Seite mit einem bekannten Song zeigen. Hätte ich nicht meine eigenen Lieder, würde ich wahrscheinlich eine ruhige Version am Klavier von einem bekannten schnelleren Song performen, wahrscheinlich einen Song von Michael Jackson.

Was ist das Besondere an Staffel 10?

Das Besondere an Staffel 10 von "The Voice of Germany" ist für mich zu sehen, wie viele unglaubliche Talente noch immer unentdeckt sind. Aber auch, wie viele Coaches aus ganz unterschiedlichen Künstlerwegen kommen und sich trotzdem in dieser einen Show vereinen und hier Talenten aus unterschiedlichen Genres zeigen können, wie man sich in der Musikbranche zurechtfindet.

Nico Santos: Der Neue auf dem roten Stuhl

Im Gegensatz zu seinen Coach-Kollegen sitzt Nico Santos in diesem Jahr zum ersten Mal auf einem der roten Stühle und buzzert für Talente. Unerfahren ist er jedoch nicht, denn er hat in seiner musikalischen Laufbahn auch schon einiges erreicht. Er kam am 7. Januar 1993 in Bremen zur Welt, wuchs jedoch auf Mallorca auf. Sein bürgerlicher Name ist Nico Wellenbrink.

Schon als Kind lernte er Klavierspielen, Tanzen und Singen. Bei YouTube lud der Sänger Coversongs und eigene Lieder hoch. Auch als Animateur für Urlauber trat er bereits auf die Bühne und war damals schon ein Mädchenschwarm.

Im Laufe seiner Karriere wirkte er an Singles verschiedener Künstler mit. Er arbeitete zum Beispiel mit Omi, Coach-Kollege Mark Forster, Sido, Capital Bra, Samra, Bushido, Helene Fischer und Lena Meyer-Landrut zusammen. Auch an dem Soundtrack zu "Fack ju Göhte 2" war er beteiligt. Zu seinen bekanntesten Songs zählen die Hits "Rooftop", "Safe" und "Better". 2018 erschien sein erstes Album "Streets of Gold". 2020 folgte sein zweites Album "Nico Santos".

"Best of Us": Teil von "WIER" 

Im September veröffentlichte Nico Santos gemeinsam mit 17 deutschen und internationalen Musikern den Song "Best of Us". Die Künstler treten unter dem Namen "WIER" auf. Darunter sind: Alexa Feser, Annett Louisan, Bibi Bourelly, Christina Stürmer, Conor Byrne, Glasperlenspiel, Joris, Kelvin Jones, Lotte, Milow, Sasha und Stefanie Heinzmann. 

Der Song wurde für einen guten Zweck geschrieben, denn die Erlöse kommen Aktion Mensch und Viva con Agua zugute. Nico ist nicht nur als Sänger dabei, er schrieb auch an den Lyrics mit. 

"The Voice of Germany" ab 8. Oktober jeweils um 20:15 Uhr donnerstags auf ProSieben und sonntags in SAT.1 sowie auf Joyn.

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