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Sarah, du sitzt zum ersten Mal auf dem roten Stuhl. Was glaubst du erwartet dich bei #TVOG?

Sarah Connor: "Ich bin aufgeregt. Ich war leider – dank Corona – lange nicht wegen irgendwas aufgeregt. Alle Sinne sind geschärft. Meine Ohren sind gespitzt und ich bin gespannt, was mir von rechts und links aus den Boxen in den Kopf kommt, wenn ich die Talente singen höre."

Im Clip: Sarah Connor und die anderen drei

 

Was magst du an der Show? Was hat dich überzeugt, als Coach dabei zu sein?

Sarah Connor: "Ich fand das Konzept von #TVOG immer spannend. Am Ende ist es doch das gerechteste Format, das es gibt, da der erste Eindruck tatsächlich ausschließlich über die Stimme kommt. Ich hatte vorher durch mein Leben als Künstlerin und Mama nie die Zeit, mich so viele Wochen mit einer Fernsehproduktion zu befassen und zu beschäftigen. Daher kam es für mich nicht infrage, als Coach dabei zu sein. Dieses Jahr war aber coronabedingt die Kapazität da und ich hatte Lust auf musikbegeisterte Menschen. Ich hatte Lust auf musikbegeisterte Menschen, auf ein musikalisches Umfeld, nette Kollegen und mal wieder Adrenalin im Körper."

Sicher ist man schon alleine mit dem Mutterdasein ausgelastet, wenn man wie du vier Kinder hat. Wie vereinbarst du das mit deinem Job als Coach?

Sarah Connor: "Ich glaube, ich bin nicht dafür geboren, eine Stay-Home-Mom zu sein, deren Hauptthema die Versorgung der Familie ist. Ich brauche meinen Kosmos, Kreativität, Austausch. So komme ich aufgeladen nach Hause und alle sind happy. Ja, es ist viel Organisation, aber das kenne ich nicht anders."

Du sprichst die Corona-Zeit an. Was hast du vermisst und wie hast du diese Zeit erlebt?

Sarah Connor: "Am meisten freue ich mich jetzt nach dieser Zeit auf echtes Publikum. Das hat mir sehr gefehlt in den letzten Monaten. Ich bin froh, dass ich meine Familie habe. Meine Kinder haben mich immer wieder daran erinnert, dass alles okay ist. Trotzdem ist Musik und mich mit Menschen zu verbinden das, was mich eigentlich ausmacht. Das ist ein großer Teil meines Seins, der während dieser Zeit völlig taub und stillgelegt war. Das hat mich sehr traurig gemacht. Darum freue ich mich jetzt umso mehr auf diese echten Begegnungen."

Du bist ja auch Mutter, bist deinen Kindern ein Vorbild und die Person, von der sie fürs Leben lernen, vielleicht eine Art Life-Coach. Profitierst du davon bei deiner Arbeit als Coach?

Sarah Connor: "Ich weiß es noch nicht, mal gucken. Mich interessieren Stimmen, die eine Geschichte erzählen. Meistens sind das Stimmen, die schon was erlebt haben. Das ist auch das, wonach ich suche. Ich suche nach Stimmen, die meine Fantasie anregen und mich träumen lassen, die mir helfen, etwas zu fühlen, was ich selbst nicht ausdrücken kann. Wenn jemand nur schön singt, aber nicht bereit ist, etwas von sich zu geben, habe ich kein Interesse. Hübsche Stimmen gibt es viele. Ich weiß nicht, ob ich für meine Kinder ein Life-Coach bin, vielleicht schon ein bisschen. Aber genauso sind sie auch mein Life-Coach. Meine Kinder haben mir schon oft gezeigt, wie man manches auch ganz anders machen kann."

Was sollte ein Talent mitbringen, damit du buzzerst? Welche Taktik hast du dir zurechtgelegt, um die Talente in dein Team zu lotsen?

Sarah Connor: "Wenn ich etwas richtig will, dann werde ich natürlich darum kämpfen. Wenn es sein muss, gehe ich auf die Bühne und singe, um jemanden zu überzeugen, in mein Team zu kommen. Danach ist dann hoffentlich klar, wo der Hase langläuft."

Welche Art von Stimmen suchst du für dein Team?

Sarah Connor: "Ich komme vom Blues und vom Jazz. Ich brauche Soul, Ausbruch, Leidenschaft, Liebe, Verzweiflung und Schmerz. Das sind die Dinge, die ich in einer Stimme hören will und suche."

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Für welche Art von Talenten bist du der perfekte Coach?

Sarah Connor: "Was wir Künstler auf der Bühne tun müssen, ist immer ein Stück unserer Seele da zu lassen. Wenn jemand Lust hat, das zu wagen, bin ich die richtige Stütze! Nicht ein Programm abspielen und alles perfekt, sondern zeigen: 'Ich bin hier und reiße mich auf, damit wir uns begegnen können.' Das ist das Geschenk, was Künstler auf der Bühne den Menschen machen können: Zuhören. Darin würde ich die Talente gern unterstützen."

Wieso heißt der Gewinner-Coach 2021 Sarah Connor?

Sarah Connor: "Ist das so? Natürlich ist das so." (lacht)

Auf welchen anderen Coach freust du dich am meisten?

Sarah Connor: "Ich freue mich auf Mark Forster, weil ich ihn überhaupt nicht kenne. Ich habe ihn nur einmal getroffen. Man hört so viel von ihm und er ist der alteingesessene Platzhirsch bei #TVOG. Ich freue mich sehr auf ihn, weil ich es auch mag, auf Menschen reagieren zu können, die schlagfertig und selbstbewusst sind."

Welcher Coach, glaubst du, wird dein härtester Konkurrent im Kampf um die Talente?

Sarah Connor: "Ich könnte mir vorstellen, dass Mark sehr ehrgeizig ist. Ich glaube aber, die Jungs sind alle nicht zu unterschätzen. Die wirken alle wie nette Jungs von nebenan, bei denen man denkt: 'Ach voll die coolen, netten, süßen, charmanten Typen.' Aber die haben auch alle richtig was drauf. Die sitzen alle zu recht auf diesen Stühlen. Ich weiß, Johannes Oerding ist ein großartiger Sänger und Musiker. Nico Santos kann jedes Lied am Klavier spielen und ist mir allein dadurch schon einen Riesenschritt voraus. Er ist so flexibel, so talentiert und kennt jeden Song und alle Texte. Ich bin mit ihm privat befreundet und kann mir nicht vorstellen, dass man sich mit ihm streiten kann. Aber wenn es sein muss, dann tue ich das."

Woher kennst du Nico?

Sarah Connor: "Nico hat denselben Manager wie ich und arbeitet mit einem meiner Produzenten zusammen. Er war da zu Beginn Studiomusiker, hat Songs geschrieben, Instrumente eingespielt und hat Demos eingesungen. Er ist einfach wahnsinnig talentiert. Ich weiß noch, mein Mann hat mal bei uns zu Hause Demos angehört, und plötzlich lief eins, auf dem Nico 'Rock With You' von Michael Jackson sang. Ich kam ins Wohnzimmer und habe gefragt: 'Was ist das für eine Stimme? Was ist denn das für ein Typ? Mit dem müsst ihr doch was machen! Das ist ja krank, wie der singt!'. Jetzt sitzt er neben mir und ist mein Konkurrent. Das ist der Dank." (lacht)

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Ab dem 7. Oktober kommt "The Voice" wie gewohnt um 20:15 Uhr auf ProSieben und jeden Sonntag gibt es eine neue Folge, ebenfalls um 20:15 Uhr, in SAT.1. 

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